Im Vergleich zu klassischer Werbung wie beispielsweise in Printmedien oder Außenwerbung hat man im Online Marketing einen großen Vorteil: Der Erfolg von Online Werbung ist messbar! Für verschiedenste Content-Typen gibt es die unterschiedlichsten Kennzahlen, auch genannt KPI’s (Key Performance Indicator’s), die zeigen, wie Produkte, Dienstleistungen oder Angebot bei den Nutzern ankommen.

Welche Kennzahlen für das eigene Unternehmen relevant sind, hängt davon ab, was mit den jeweiligen Inhalten erreicht werden will. Was sind die Ziele der Online Werbung? Oder das Ziel der firmeneigenen Website? Auch die Art der Inhalte ist ausschlaggebend: Für Websites sind andere Kennzahlen wichtig wie für Sponsorposts auf Facebook oder Instagram.

In diesem Artikel möchten wir Dir die wichtigsten Kennzahlen für Google, Facebook & Co vorstellen.

Google Analytics

Das kostenlose Analyse-Tool von Google hält eine Vielzahl an Kennzahlen für Website und Newsletter bereit. Google Analytics mit der eigenen Website zu verbinden, ist auch relativ einfach. Für unsere WordPress-Webseiten verwenden wir am liebsten dieses Plugin. Ist das erstmal eingerichtet, findet man im Google Analytics Konto unter „Zielgruppe“ sehr einfach die Ergebnisse von Besucheranzahlen und Seitenaufrufen für die Website. Möchte man etwas genauer hinsehen, findet man unter Zielseiten, die wichtigsten Daten zu jeder Unterseite.

Seitenaufrufe allein sind aber noch nicht ausschlaggebend. Interessant sind auch folgende Kennzahlen, um die eigene Zielgruppe besser zu verstehen und die Inhalte möglicherweise zu optimieren und zu verbessern:

Zielgruppe, Gerätenutzung

Man sagt, dass durchschnittlich 50% des Internet-Traffics über mobile Endgeräte wie Smartphones generiert werden. Doch das stimmt nicht immer! Diese Kennzahl ist auch davon abhängig, in welcher Branche sich das eigene Unternehmen befindet.

Google Analytics Gerätenutzung

 

Geografische Reichweite

Wo wird der Inhalt überhaupt konsumiert? Mit dieser Kennzahl lernt man besser einzuschätzen, aus welchen Ländern die Nutzer kommen. Dementsprechend weiß man dann, wo man mehr Ressourcen und Budget investieren sollte. Es ist sogar möglich, die Seitenbesucher in Städte und Regionen aufzuschlüsseln.

Verweildauer und Absprungrate

Auch eine der wichtigsten Kennzahlen: Sie geben an, wie viel Prozent der Besucher nur eine einzige Seite ansehen bzw. wie lange sie darauf verweilen. Springen sie schnell wieder ab, kann das einige Ursachen haben:

  • Abschreckendes Design der Website
  • Schlechte Usability: Der Nutzer findet sich in der Navigation nicht zurecht oder kann die Seite nur schwer bedienen
  • Im Idealfall: Der Nutzer findet sofort die Information, nach der er gesucht hat

Facebook, Instagram: Reichweite

In den sozialen Netzwerken spielt die Reichweite als Kennzahl die größte Rolle: Wie viele Nutzer habe ich mit meiner Werbeanzeige oder mit dem Posting erreicht? Diese Kennzahl bietet eine gute Grundlage, um verschiedene Inhalte und Trends im Zeitverlauf zu vergleichen.

 

In den Beitragsdetails der Facebook Statistiken findet man unter anderem die Beitragsreichweite: Man findet Angaben zu Interaktionen wie Gefällt mir-Klicks, Kommentare oder Link-Klicks. Ebenso kann man sehen, ob es negatives Feedback oder Dislikes („Seite gefällt mir nicht mehr“) gegeben hat.

Gerade auf Facebook ist der Content entscheidend: Video-Inhalte werden von der Plattform selbst als populärer bewertet als klassischer Text mit Bild. Video-Inhalte können beispielsweise mit der durchschnittlichen Wiedergabedauer ebenso gemessen werden. Man kann sich ansehen, an welcher Stelle Nutzer bei Videos aussteigen. Kommt es an einer Stelle zu einer hohen Absprungrate, dann sollte man womöglich genauer hinsehen und den Inhalt optimieren oder nachbessern.

„Das oberste Gebot für Social Media Marketing: Poste nichts, was Du nicht auch lauthals durch ein Megaphon am Hauptplatz verkünden würdest!“ – Sonja Schwaighofer,  great vibes FACTORY

Re-Tweets & Shares: Interaktion vorantreiben

Mit interessantem Content soll unbedingt interagiert werden: Wie viele Personen, die erreicht wurden, haben den Inhalt nicht nur konsumiert, sondern ihn auch weitergeteilt oder kommentiert? Sogenannte Social Signals vermitteln einen Eindruck davon, wie gut Dein Inhalt funktioniert. Je nach Plattform sind das:

  • Likes & Reaktionen, sowie Kommentare auf Facebook Postings
  • @-Mentions (Verlinkung von Freunden in den Kommentaren des Posts)
  • Teilen von Posts und Inhalten
  • Einbetten von Videos oder animierten GIF’s

Achte stets darauf, welche Inhalte Du postest: Sie sollen Diskussionen und Kontroversen anregen und für aufsehen sorgen, jedoch nicht in Shitstorms, Beleidigungen oder Diskriminierungen enden!

Conversions

Inhalte auf Social Media Plattformen sollen immer ein Ziel verfolgen: Zum Beispiel eine Eventanmeldung, der Verkauf eines Produktes oder die Buchung einer Dienstleistung. Ist die Zahl der Conversions nicht zufriedenstellend, können unterschiedlichste Faktoren überprüft werden: Ist ein Verkaufsprozess vielleicht noch nicht die passende Aktion, weil noch zu wenig Vertrauen rund um das Produkt oder der Dienstleistung aufgebaut ist? Dann empfiehlt sich als ersten Schritt die Anforderung von Infomaterial, ein kostenloses Erstgespräch oder den Klick in den Webshop zu gewähren.

Im Social Media Bereich ist die Trafficquelle bzw. Gerätenutzung besonders wichtig: Sind alle Inhalte für Smartphones und Tablets optimiert? Damit schließt man aus, dass mobile Nutzer durch eine schlechte Performance der Anzeigen und Posts nicht konvertieren können.

Betrachten wir KPI’s immer zusammenhängend

Die Kennzahlen bieten viel Interpretationsspielraum: Eine lange Verweildauer auf Seiten kann bedeuten, dass sich der Nutzer intensivst mit dem Inhalt auseinandergesetzt hat oder auch, dass er den gewünschten Inhalt nicht gefunden hat. Oder: Kam der Anruf vom Chef dazwischen?

Daher sollten die Kennzahlen immer im Zusammenhang betrachtet werden, um falsche Schlussfolgerungen zu vermeiden. Zudem ist die Aussagekraft einer jeden KPI von der Online Marketing Strategie und dem Ziel der Inhalte abhängig. Sind es gut recherchierte Blogartikel auf der Website, die zur Markenidentifizierung oder Bekanntheitssteigerung beitragen, dann ist eine geringe Lead-Anzahl kein Zeichen für schlechten Content!

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