Wussten Sie, dass Sie bei der Gestaltung Ihres Cookie-Banners eigentlich ziemlich viele Freiheiten haben?

Welche das genau sind, haben wir unsere Datenschutzexpertin Ursula Huber von streitkultur.at gefragt.

Denn schließlich, möchte jeder Unternehmer alles richtig machen, wenn es um das eigene Business – und die eigene Website – geht. Gerade im Umgang mit der DSGVO (=Datenschutzgrundverordnung) herrschen aber häufig Unsicherheiten.

Ursula Huber verrät uns dazu: „Man kann nach den Spielregeln spielen und trotzdem wettbewerbsfähig bleiben – man muss nur ein paar Dinge beachten und diese ernst nehmen.“

Deshalb haben wir uns dazu entschlossen hier ein bisschen Licht in diese – manchmal undurchsichtige – Angelegenheit zu bringen.

Wir haben Ursula im Speziellen zur Erstellung des Cookie-Banner gefragt und welche möglichen Freiräume es dabei gibt. Denn als Kreative entwickeln wir individuelles Webdesign – da muss auch das Cookie-Banner dazu passen.

Welche Freiheiten darf sich ein Unternehmer bei der Gestaltung der Einwilligungserklärung auf der eigenen Website nehmen? 

 

Diese 5 Spielregeln sollten Sie bei der individuellen Gestaltung Ihres Cookie-Banners beachten

 

Grundsätzlich obliegt die Gestaltung des Cookie-Banners dem Betreiber der Website. Dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten. 

Warum „Cookie“? Der Begriff Cookie stammt aus dem Englischen und hat als Begriff in der IT erst einmal wenig mit einem Keks zu tun: Namensgeber für die Cookie-Technologie war der Erfinder Lou Montulli. Der Begriff ist angelehnt an eine bekannte Technik zum Springen bereits aufgesuchter Seiten in Softwareprogrammen, die schon lange den Namen „magic cookie“ trägt.

Ursula Huber hat uns im Gespräch die fünf wichtigsten Spielregeln erklärt – wir haben diese für Sie zusammengefasst:

#1 Schaffen Sie Transparenz

Kommunizieren Sie klar verständlich, welche Cookies zu welchem Zweck verwendet werden. Nutzen Sie dafür die Datenschutzrichtlinien, um alle Unklarheiten zu beseitigen. Legen Sie offen, welche Daten Sie sammeln und wofür Sie diese verwenden werden.

Und noch ganz wichtig: Machen Sie auf das Widerrufsrecht der Nutzer aufmerksam und wie sie dieses wahrnehmen können. Machen Sie es niemandem schwerer, als es sein muss.

Das schafft Sicherheit und Vertrauen.

#2 Achten Sie auf das Timing

Eine technische Herausforderung bei der Erstellung des Cookie-Banners ist das richtige Timing. Denn die Einwilligungserklärung muss greifen, bevor personenbezogene Daten abgefragt werden.

Dazu müssen Sie aber erst wissen, welche Cookies auf Ihrer Website überhaupt existieren und auch aktiv sind.

Zum besseren Verständnis: Viele Programme speichern bereits personenbezogene Daten, zum Beispiel die IP-Adresse eines Nutzers, bereits beim Laden der Website. Daher muss das Cookie-Banner von Anfang an darauf hinweisen.

#3 Nehmen Sie Ihre User ernst

Seit in Kraft treten der DSGVO im Jahr 2016 sind die User sehr viel schlauer und somit eigenverantwortlicher geworden, was die Benutzung von Websites angeht.

Sie können meist schon ganz gut beurteilen, wann ein Cookie-Banner aufschlussreiche Informationen gibt und wann es einfach nur irreführendes Blabla ist.

Seien Sie offen und ehrlich und kommunizieren Sie so, dass es jeder versteht.

#4 Personenbezogene Daten: Übernehmen Sie Verantwortung

Als Unternehmer haben Sie die Verantwortung zum Schutz von personenbezogenen Daten Ihrer Kunden, Lieferanten und Partner. Ein sehr wertvoller Tipp unserer Datenschutzexpertin ist außerdem: Sammeln Sie nur so viele Daten, wie nötig.

Denn Ihnen sollte Bewusst sein, dass Sie die Daten, die Sie abfragen und speichern, auch sicher verwahren müssen. Deshalb sollten Sie auf Datenminimierung achten, um Ihr eigenes Fehlerrisiko so gering wie möglich zu halten.

 

#5 Holen Sie sich die explizite Einwilligung bei fehlender Rechtsgrundlage

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Cookies für Ihre Website:

  • Notwendige Cookies
    Diese sind für den Betrieb Ihrer Website technisch erforderlich und erfordern lediglich den Hinweis auf diese.
  • Nicht-technische Cookies
    Das können etwa Tracking- und Targeting-Cookies sein, die sehr wohl zustimmungspflichtig sind.

Sollten Sie auf Ihrer Website aktive Cookies der zweiten Kategorie haben, müssen Sie lt. DSGVO von den Usern eine explizite Einwilligung einholen. Falls Sie unsicher sind, welche Funktionen die Cookies auf Ihrer Website haben, sollten Sie besser einen Profi einen Blick darauf werfen lassen.

 

Vorteile eines „sauberen“ Cookie-Banners

Die Erstellung eines einwandfreien Cookie-Banners für Ihre Website ist gesetzlich vorgegeben. Ursula Huber hat uns auf drei große Vorteile gebracht, von denen Sie als Unternehmer profitieren können.

Denn mit einem „sauberen“ Cookie-Banner

  1. Sind Sie rechtssicher und DSGVO-konform unterwegs
  2. Können Sie Ihre Corporate Identity stärken
  3. Schaffen Sie Vertrauen in die Nutzung Ihrer Website

Nehmen Sie also die Erstellung Ihres Cookie-Banners ernst und nutzen Sie ihn als weitere Branding-Maßnahme. Damit zeigen Sie, dass Ihnen die Interessen Ihrer Website-Besucher wichtig sind.

Zudem beweisen Sie damit Professionalität und Sie können sich unter Einhaltung unserer fünf Spielregeln trotzdem noch mit einem individuellen Cookie-Banner bemerkbar machen.

Falls Sie noch Fragen zur Erstellung des Cookie-Banners haben, melden Sie sich gerne direkt bei uns.

Sonja Schwaighofer nimmt sich Zeit, um Ihre Fragen persönlich zu beantworten.

Sie ist für Sie telefonisch erreichbar unter +43 660 31 82 752 oder schreiben Sie eine E-Mail an office@greatvibes.at.